Der Canadier - Paddel-Abenteuer auf Wildwasser, Kleinflüssen, Seen
Der Canadier, oft auch als Kanu bezeichnet - ehemals "das Transportmittel" der Indianer und Trapper Nordamerikas, heute Freizeit- oder auch Sportgerät.
Canadier sind offene Boote mit einer schlanken Bootsform und bieten Platz für eine, meist aber mehrere Personen und auch größere Mengen an Gepäck.
Gepaddelt wird der Canadier sitzend oder auch kniend mit dem Stechpaddel.
Der Canadier wird vielfach unterschätzt in seinen Möglichkeiten - dabei lassen sich diese Boote, insbesondere von einem gut koordinierten 2'er Team sehr präzise und effizient bewegen. So wird das Befahren von Wildwasserabschnitten mit dem Canadier zur besonderen Herausforderung.
Traditionell sind Canadier aus Holz (Birkenrinde) gefertigt - zeitgemäßer Werkstoff heute sind Kunststoffe, die in verschiedener Ausprägung leichte, robuste Boote mit definierten Fahreigenschaften zu attraktiven Preisen ermöglichen.
Der Canadier, oft auch als Kanu bezeichnet - ehemals "das Transportmittel" der Indianer und Trapper Nordamerikas, heute Freizeit- oder auch Sportgerät.
Canadier sind offene Boote mit einer schlanken Bootsform und bieten Platz für eine, meist aber mehrere Personen und auch größere Mengen an Gepäck.
Gepaddelt wird der Canadier sitzend oder auch kniend mit dem Stechpaddel.
Der Canadier wird vielfach unterschätzt in seinen Möglichkeiten - dabei lassen sich diese Boote, insbesondere von einem gut koordinierten 2'er Team sehr präzise und effizient bewegen. So wird das Befahren von Wildwasserabschnitten mit dem Canadier zur besonderen Herausforderung.
Traditionell sind Canadier aus Holz (Birkenrinde) gefertigt - zeitgemäßer Werkstoff heute sind Kunststoffe, die in verschiedener Ausprägung leichte, robuste Boote mit definierten Fahreigenschaften zu attraktiven Preisen ermöglichen.
FAQ zum Thema Canadier
Im folgenden findest Du Antworten und Informationen zu:
- Welche Arten von Canadiern gibt es ?
- Aus welche Materialien werden Canadier gebaut ?
- Canadier - Bootsdesign und Fahreigenschaften
- Wird der Canadier sitzend oder kniende gepaddelt - Vorteile einer knienden Körperhaltung.
- Auf welcher Art von Gewässern kann man mit dem Canadier fahren ?
- Was ist der Unterschied zwischen einem Canadier (Kanu) und einem Kajak ?
- Was versteht man unter den Begriffen Kanu, Canadier und Kajak ?
Welche Arten von Canadiern gibt es ?
Je nach Einsatzzweck finden sich für Canadier unterschiedliche Bauformen und Bootsdesigns:
- Touren-Canadier,
Bootslängen über 5m und schlanke Rümpfe mit lange ausgezogener Kiel- Wasserlinie führen zu leicht laufenden Booten mit gutem Geradeauslauf. - Wildwasser-Canadier,
Kurze Rümpfe, insbesondere in Verbindung hohem Kielsprung resultieren in sehr wendigen Booten. - Allround-Canadier, in der typischen Länge von 16-Fuss (4,88m) und mit einem moderaten Kielsprung (4 bis 8cm) eignen sich solche Boote für einen Vielzahl von Gewässern.
Üblich ist aber auch die Einteilung nach der Anzahl der Paddler im Boot:
- 1'er - Solocanadier (C1*), das Boot wird von einem einzelnen Paddler alleine bewegt
- 2'er - Tandem-Canadier (C2*), das Boot wird von einem Team aus Zwei Paddlern bewegt
- Manschaftscanadier, hier agiert ein Team von bis zu 12 Paddlern - wobei dem Paddler im Bug (Schlagmann, Avant) und dem Paddler im Heck (Steuermann, Gouvernail) gemeinsam das Steuern des Bootes sowie das koordinieren der Mannschaft obliegt.
- 3'er, 4'er - die kleine Form des "Manschaftscanadier", wird in dieser vor allem von Familien so gepaddelt.
*Im Kanu-Rennsport werden die Bootsklassen mit "C" für Canadier und "K" für Kajak bezeichnet.
Die Zahl dahinter gibt die Anzahl der Paddler im Boot an. "C1" und "C2" - Einer-Canadier bzw. Zweier-Canadier.
Aus welche Materialien werden Canadier gebaut ?
Traditionell sind Canadier aus Holz (Birkenrinde) gefertigt - zeitgemäßer Werkstoff heute sind Kunststoffe.
Hier können die Boote in 3 Klassen eingeteilt werden:
Canadier aus Polyethylene (PE)
Polyethylen ist ein sehr robustes, unempfindliches Material, aus dem sich zudem relativ preisgünstige Boote herstellen lassen.
Nachteilig ist das relativ hohe Gewicht.
Bedingt durch das für PE-Rümpfe in aller Regel eingesetzte "Rotationsverfahren" in der Fertigung lassen sich im Vergleich zur Laminatbauweise nur weniger "schnittige" Bootsrümpfe realisieren.
Canadier aus Polyethylene (PE) eignen sich besonders für:
- Wildwasser
- Bootsverleih
- Paddler die nach einem preisgünstigen Boot suchen
Canadier aus T-Formex
Rümpfe aus T-Formex, ehem. Royalex, werden in einem "Tiefzieh-Verfahren" hergestellt.
Die Rümpfe sind so gut Konturiert, sehr robust und dazu relativ leicht.
Canadier aus T-Formex, eignen sich besonders für:
- Wildwasser
- Tourenboote
- Paddler die Wert auf eine gute Relation aus Fahreigenschaften, Gewicht und Preis legen
Canadier in Laminat-Bauweise
In Laminat-Bauweise lassen sich mittels einer negativ-Form sehr definierte Rumpfformen realisieren.
Je nach zum Einsatz kommenden Gewebe- Harzkombinationen sowie gewählten Verfahren in der Fertigung lassen sich Eigenschaften wie Robustheit, Steifigkeit, Gewicht wie auch Preis beeinflussen.
Canadier in Laminat-Bauweise eignen sich besonders für:
- Tourenboote
- Paddler die Wert auf höchste Performance und geringes Gewicht legen
Falt- und Schlauchcanadier
Oft entscheidender Vorteil hier - die einfachen Transport- und Lagermöglichkeiten.
Ein Schlauch-Canadier ermöglicht als aufblasbares Kanu auf einfache Weise das Paddeln auf See und Fluss - insbesondere auf einfachem Wildwasser kann das Paddeln im Schlauchcanadier auf unkomplizierte Weise viel Spaß vermitteln.
Der Falt-Canadier, bestehend aus einer robusten Haut die von einem innenliegenden Gestänge getragen wird, überzeugt durch Fahreigenschaften vergleichbar mit einem festen Rumpf.
Falt- oder Schlauchcanadier eignen sich besonders für:
- Wildwasser, Kleinflüsse - Schlauchcanadier
- Kleinflüsse, Seen - Faltcanadier
- Paddler die über keine Lager- Transportmöglichkeit für einen festen Rumpf verfügen
Canadier - Bootsdesign und Fahreigenschaften
Die Dimensionierung und Ausgestaltung des Bootsrumpfs haben ganz entscheidenden Einfluss auf das Fahrverhalten eines Kanus - dies gilt gleichermaßen für ein Kajak wie einen Canadier.
Entscheiden ist das Zusammenspiel aller Dimensionen - in Querschnitt und Länge.
"Länge läuft" - ein längeres Kanu wird in aller Regel besser gerade aus und damit letztlich auch schneller durchs Wasser gleiten.
Ein kürzeres Kanu, genauer gesagt ein Kanu mit kürzerer Wasserlinie, wird sich drehfreudiger verhalten, was zwangsläufig zu Abstrichen in der erzielbaren Geschwindigkeit führt.
Aber Geschwindigkeit ist bei einem Kanu sicher nicht alles - das mühelose Gleiten ohne viel Kraftaufwand beim Paddeln aber ein schwer zu erfassender Parameter.
Letztlich entscheidend für das Fahrverhalten eines Kanus ist der Teil des Rumpfes, der im Wasser liegt.
Der Bootsrumpf des Canadiers im Querschnitt
Man unterscheid zwischen:
- einem runder Rumpf-Querschnitt, dieser ermöglicht im Verhältnis zum Auftrieb die geringste benetzte Oberfläche im Wasser, ist aber wegen seiner Kippeligkeit nur für Flachwasser-Rennboote geeignet.
- einem Flachboden dieser die größte benetzte Oberfläche und kann große Lasten tragen.
Zudem kann er sich leicht zur Seite hin drehen, was ihn für Wildwasserboote geeignet macht, wo eine hohe Manövrierfähigkeit wichtig ist. - Canadier mit einem moderaten Rundspant verhalten sich auf dem Wasser, wie wir Paddler uns das wünschen, ein guter Kompromiss aus Geradeauslauf und Drehfreudigkeit.
Die gewölbte Form trägt zudem zur Versteifung des Rumpfes bei, was besonders bei Leichtbautechniken wichtig ist.
Zudem neigen bei dieser Form Wellen dazu, unter das Boot zu gleiten. - Ein Rumpf mit V-Boden liegt tiefer im Wasser. Er hält so besser die Spur, ist damit aber weniger drehfreudig. Diese Rumpfform ist damit besonders für Seekajaks gut geeignet.
Praktisch alle Bootsrümpfe weisen eine Kombination dieser vier Grundelemente auf – und setzen durch Betonung einzelner Elemente bewusste Akzente oder auch Schwerpunkte.
Ist ein Canadier kippelig – Anfangs- und Endstabilität
Ein Kanu mit flachem Boden fühlt sich auf ruhigem Wasser zunächst sehr sicher an – bei seitlichen Wellen kann es sowie die Neigung einen bestimmten Grad überschritten hat, aber recht unvermittelt kentern.
Ein Canadier mit flachem Boden verfügt demnach über eine hohe Anfangsstabilität und eine geringe Endstabilität.
Ein Kanu mit moderatem Rundspant liegt auf ruhigem Wasser ebenfalls sicher - kann durch „Ankanten“ eine bewusste Verlagerung des Schwerpunkt (Gewicht) zur einer Seite hin leicht angekippt werden.
Bei seitlichen Wellen legt sich das Boot an die Welle an – der Schwerpunkt wandert weniger stark nach außen, das Kanu bleibt stabil und kontrollierbar.
Unterstütz wird dies zudem dadurch das seitliche Wellen bei dieser Rumpfform unter das Boot gleiten und es so stabilisieren.
Ein Canadier mit moderatem Rundspant verfügt demnach über eine gute Anfangsstabilität und eine gute Endstabilität.
Geradeauslauf versus Wendigkeit – der Kielsprung
Das seitliche Profil bzw. der Längsschnitt kann eine gerade ausgezogene oder eine gebogene Kiellinie aufweisen (Kielsprung). Ein Kielsprung verkürzt die Wasserlinie – das Kanu kann sich damit leichter zur Seite hin drehen, es wird wendiger.
Ein Canadier kann an Bug- und Heck das gleiche Maß an Kielsprung aufweisen, es finden sich aber auch Rümpfe, die im Bug einen größeren Kielsprung aufweisen als im Heck.
Dies bewirkt gerade im Tandem-Canadier eine größere Drehfreudigkeit über den Bug – was eine dynamische Fahrt ins Kehrwasser, begleitet von der Aktion des Bugpaddlers mit dem Paddel, deutlich unterstützt.
Wird der Canadier sitzend oder kniende gepaddelt - Vorteile einer knienden Körperhaltung.
Gepaddelt wird der Canadier sitzend oder auch "im Knien", besser gesagt in einer Art "Drei-Punkt-Sitz" auf beiden Knien und Gesäß.
Diese Position ermöglicht einen besseren Bootskontakt, damit eine sichere Bootsbeherrschung und dynamischere Fahrweise auf strömendem Gewässer bis hin zu schwerem Wildwasser.
Zudem resultiert aus der knienden Haltung ein aufrechter Oberkörper, was insgesamt eine effizientere Paddeltechnik ermöglicht.
Auf welcher Art von Gewässern kann man mit dem Canadier fahren ?
Mit dem offenen Canadier lassen sich Gewässer von sehr unterschiedlichem Charakter befahren - Wildwasser, Kleinflüsse, Seen - wobei kleinere Flüsse sicher die Domäne für das Paddeln mit dem Canadier sind.
Was ist der Unterschied zwischen einem Canadier (Kanu) und einem Kajak ?
Canadier sind offene Boote und bieten Platz für eine, meist aber mehrere Personen und auch größere Mengen an Gepäck.
Gepaddelt wird der Canadier mit einem Stechpaddel, das nur über ein Paddelblatt verfügt.
Kajaks sind zumeist geschlossene Boote mit einer Sitzluke, die der Paddler durch eine Spritzdecke verschließen kann - das traditionelle Kajak der Inuit (Eskimo).
Es gibt aber auch offene Varianten die in wärmeren Gefilden als Freizeitboot gepaddelt werden.
Als Paddel für das Kajak kommt das Doppelpaddel mit je einem Paddelblatt pro Seite zum Einsatz.
Was versteht man unter den Begriffen Kanu, Canadier und Kajak ?
Der Begriff "Kanu" wird oft synonym mit "Canadier" gleichgesetzt - gemeint ist mit beiden Begriffen dann das offene, mit einem Stechpaddel angetriebene Boot.
"Kanu" dient aber auch als Oberbegriff für die beiden Boostgattungen Kajak und Canadier.
Diese sprachliche Doppeldeutigkeit gibt es so nur in der deutschen Sprache, im Englischen spricht man von Kayak und Canoe im französischen ebenso von Kayak und Canoë
Schreibweise Kanadier oder Canadier ?
Die Schreibweise Kanadier bezieht sich auf das Land oder den Einwohner Kanadas, Canadier bezieht sich auf das Boot. (Canoe, Canoë).
Sprich: "Mit meinem Freund aus Kanada gehe ich abends Bier trinken, tagsüber paddle ich mit Ihm im Canadier".